Der eigene Psychologe sein - funktioniert es?

Wo auch immer die Motivation liegen mag, sich selbst zu therapieren. Es versteckt gewisse Risiken in sich.

Jan WaldweissJan Waldweiss

Der innere Wunsch nach Selbstverbesserung ist ein sehr alter. Komplette Industriezweige leben davon: Ratgeber, Fitnessstudios, Smoothies, Youtube-Videos und Zeitschriften entstehen wie auf einem Fliessband, weil so viele von uns Menschen den Wunsch in sich verspüren, sich verbessern zu wollen.

Der feste Entschluss, in bestimmten Bereichen positive Entwicklungen zu nehmen, zieht jedoch meist nur dann Ergebnisse nach sich, wenn man bereit ist, vom Denken zum Handeln überzugehen. Selbst der beste Psychologe wird das Leben eines Menschen nur zum Guten beeinflussen können, wenn der Patient den Wunsch verspürt, (positive) Veränderungen herbeizuführen und dabei Widerstände anzugehen.

Bleiben wir doch gleich bei der Psychologie und blicken auf Herausforderungen, die uns zur Selbstverbesserung motivieren könnten: Das Entrinnen aus einer Depression, Beziehungssorgen, Burnout, Ängste, eine verbesserte kommunikative Fähigkeit im beruflichen und privaten Umfeld können die Frage aufwerfen: Gehe ich zu einem Psychologen oder sollte ich versuchen, mich selbst zu therapieren?

Die reale Gefahr, der eigene Motivator oder Psychologe zu sein, das echte Risiko, sich selbst zu therapieren, ist: Eine fachmännische Begutachtung der Situation oder die bewährten Effekte von Therapiegesprächen bleiben schlichtweg aus. Das muss kein Nachteil sein; kann es aber. Dennoch ist Selbsttherapie möglich: Gute Bücher, Selbstreflexion, Achtsamkeit, Gespräche, Meditation und Mut zum Handeln können dabei sehr hilfreich sein.

Euer,

Jan   PS: In Sachen Selbsttherapie dürfte die Kraft des Unterbewusstseins wohl eine grosse Rolle spielen. Silent Subliminals sind eine ganz spezielle Technik. Tim Daugs erzählt Euch mehr davon .. (*wunderbarer Produktempfehlung)