Der eigene Psychologe sein - funktioniert das?

Wo auch immer die Motivation liegen mag, sich selbst zu therapieren. Es versteckt gewisse Risiken in sich.

Jan WaldweissJan Waldweiss

Der innere Wunsch nach Selbstverbesserung ist ein ganz alter. Komplette Industriezweige leben davon. Bücher, Fitnessstudios, Eiweissshakes, Videos und Zeitschriften geben den Menschen ein Versprechen ab: Sich selbst zu verbessern. Doch was ist die Basis dafür, dass all diese Programme funktionieren können?

Ich sage es Ihnen: Der feste Entschluss, sich ändern, sich verbessern zu wollen. Selbst der beste Psychologe wird das Leben eines Menschen nur dann zum Guten beeinflussen können, wenn der Patient den unbedingten Willen dazu hat, notwendige Schritte einzuleiten. (Positive) Veränderungen herbeizuführen, bedeutet sehr häufig, auf Widerstände zu treffen, was wiederum Arbeit und Überwindung kostet.

Das gilt für das Entrinnen aus einer Depressionen, für den Wunsch mit dem Rauchen aufzuhören, genauso, wie für das Ziel mit Mitmenschen freundlicher umzugehen oder einen geeigneteren Job zu finden. Eine hohe Intelligenz allein, das wissen viele, reicht für Veränderungen nicht aus.

Die reale Gefahr, der eigene Motivator oder Psychologe zu sein, das echte Risiko, sich selbst zu therapieren, ist: Eine fachmännische Begutachtung der Situation oder neue Perspektiven durch ein solches Gespräch bleiben schlichtweg aus. Das muss kein Nachteil sein; kann es aber. Dennoch ist Selbsttherapie durchaus möglich: Bücher, Selbstreflexion, Achtsamkeit, Loslassen und der Mut zum Handeln können dabei hilfreich sein.

Euer,

Jan   PS: Habt Ihr eigentlich schon von den beeindruckenden Wirkungen der Silent Subliminals gehört? Falls nicht, Tim Daugs ist da ziemlich gut bewandert und erzählt Euch sicher gern davon .. (*wunderbare Produktempfehlung)