Neurosen & Psychosen

Die feinen, kleinen Unterschiede zwischen einer Neurose und Psychose

Jan Waldweiss

29. April 2019

Jan Waldweiss

Ganz sicher verfüge ich über keinerlei telepathische Fähigkeiten, jedoch wird es einen Grund geben, weshalb Sie sich für die Unterschiede zwischen Neurose und Psychose interessieren. Ich werde mir im Folgenden Mühe geben, Ihnen die Differenzierung möglichst gut vor Augen zu führen.

Neurose und Psychose sind 2 Wörter, die 2 psychische Krankheitsbilder beschreiben. Möchten Sie die Unterschiede zwischen beiden Erscheinungen (besser) verstehen, dann kommen Sie an der Wortgruppe "unangepasste Gewohnheit" nicht vorbei. Dieser Ausdruck beschreibt ungewöhnliches Verhalten, um mit Situationen und Gedanken umzugehen, anders gesagt: Eine Verhaltensstörung.

Was genau ist gemeint?

Als ein gutes Beispiel hierfür kann uns die Zwangsneurose des zwanghaften Händewaschens dienen. Analytisch betrachtet, könnte chronisches Händewaschen ein vergeblicher Versuch sein, sich von einer Schuld oder Sünde reinzuwaschen, anstatt sich mit den Ursachen zu konfrontieren, was diese Schuldgefühle ausgelöst hat.

Diese gewohnheitsmässigen Handlungen (unangepasste Gewohnheiten) funktionieren für den Neurotiker nicht wirklich, obwohl er durch sie vorübergehend Besserung verspürt. Langfristig führen neurotische Handlungen eher zu noch grösseren Problemen als durch direkte Gedanken- und Situationskonfrontation.

NEUROSE: Bezeichnet psychische Anomalien in Form von Handlungs- und Denkzwängen. Dazu zählen Zwangs- und Angststörungen, wie etwa Phobien, Panikattacken, Hypochondrien sowie paranoide Störungen. Ursachen können unverarbeitete seelische Konflikte sowie seelische und körperliche Traumata sein. Neurotiker sind sich ihres Problems sehr oft bewusst.

PSYCHOSE: Bezeichnet eine psychische Störung, die Betroffenen zumindest zeitweise den Bezug zur Realität nimmt. Die häufigste Form der Psychose ist die Schizophrenie. Aber auch Depressionen und bipolare Störung können von Psychosen begleitet werden. Typische Symptome von Psychosen sind Denkstörungen, Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Der Psychotiker hält sich oft für gesund und ist sich seiner "Störung" meist nicht bewusst.

Der signifikanteste Unterschied zwischen Neurose und Psychose

Eine Psychose kann Verhaltensweisen an den Tag legen, die sich scheinbar kaum vom neurotischen Verhalten unterscheiden. Verstand und Seele des Psychotikers befinden sich jedoch meist in viel grösserer Verwirrung. Psychosen schliessen beispielsweise Zustände einer Schizophrenie oder manisch-depressiven Erkrankungen mit ein, was bei einer Neurose nicht der Fall ist.

Quellen: "Wunder und Rätsel der menschlichen Psyche" - Das Beste Verlag

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1 Kommentar

Jasmin
Jasmin

13. Mai 2019 um 10:53 Uhr

Hallo, ich arbeite in der “Kinder- und Jugendhilfe“ und werde oft mit verschiedenen, zum größten Teil psychischen Krankheitsbildern konfrontiert. In dem Meer von Krankheiten und deren Definitionen ist diese kurze prägnante Erklärung echt hilfreich gewesen. DANKE!!! Gerne mehr davon ;)

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