Neurose und Psychose: Der feine Unterschied

Woran erkennt man Neurosen und woran Psychosen? Hier werden Ihnen die Unterschiede klar gemacht.

Jan WaldweissJan Waldweiss

Was sind die Unterschiede zwischen einer Neurose und Psychose? Nun diese Frage lässt sich sowohl kurz als auch ausführlich beantworten. Ich werde mich im Folgenden für den gesunden Mittelweg entscheiden und mir Mühe geben, Ihnen die Differenzierung möglichst gut vor Augen zu führen.

Kurzum, Neurose und Psychose sind 2 Wörter, die 2 psychische Krankheitsbilder beschreiben. Möchten Sie die Unterschiede zwischen beiden Erscheinungen (besser) verstehen, dann kommen Sie an der Wortgruppe "unangepasste Gewohnheit" nicht vorbei. Dieser Ausdruck beschreibt eher ungewöhnliches Verhalten, um mit Situationen und Gedanken umzugehen, anders ausgedrückt: Eine Verhaltensstörung. Was genau ist gemeint?

Als ein gutes Beispiel hierfür kann die Zwangsneurose des zwanghaften Händewaschens dienen. Analytisch betrachtet, könnte chronisches Händewaschen ein vergeblicher Versuch sein, sich von einer Schuld oder Sünde reinzuwaschen, anstatt die Ursachen der Schuldgefühle zu ergründen.

Diese gewohnheitsmässigen Handlungen (unangepasste Gewohnheiten) funktionieren für Neurotiker nicht wirklich gut, obwohl sie dadurch vorübergehend Besserung erfahren. Doch langfristig führen neurotische Handlungen eher zu noch grösseren Problemen als durch direkte Gedanken- und Situationskonfrontation.

Neurose und Psychose - was macht den Unterschied?

Die Neurose bezeichnet psychische Anomalien in Form von Handlungs- und Denkzwängen. Dazu zählen Zwangs- (Händewaschen) und Angststörungen, wie etwa Phobien, Panikattacken, Hypochondrien und paranoide Störungen. Die Ursachen können unverarbeitete seelische Konflikte sowie seelische und körperliche Traumata sein. Neurotiker sind sich ihres Problems sehr oft bewusst.

Die Psychose? Sie ist eine psychische Störung, die dem Betroffenen zumindest zeitweise den Bezug zur Realität raubt. Die häufigste Psychosen-Art ist die Schizophrenie. Aber auch Depressionen und bipolare Störung werden von Psychosen begleitet. Die typischen Psychosen-Symptome sind: Denkstörungen, Halluzinationen sowie Wahnvorstellungen. Psychotiker halten sich häufig für gesund; sind sich ihrer "Störung" oft nicht bewusst.

Fazit: Psychosen können Verhaltensweisen an den Tag legen, die sich scheinbar kaum vom neurotischen Verhalten unterscheiden. Der Verstand und die Seele des Psychotikers befinden sich jedoch meist in viel grösserer Verwirrung. Psychosen schliessen beispielsweise Zustände einer Schizophrenie oder manisch-depressiven Erkrankung mit ein, was bei einer Neurose eben nicht der Fall ist.

Euer,
Jan

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Quellen: "Wunder und Rätsel der menschlichen Psyche" - Das Beste Verlag